Die Basis für eine Aramäische Freie Christen Gemeinde (AFCG) wurde in den 60er und 70er Jahren des 20 Jhd. in der Türkei gelegt. Dank einiger amerikanischen Missionaren durfte man das Neue Testament in türkischer Sprache lesen. Durch das aufmerksame Lesen der Bibel kamen die damaligen Aramäer zur Schlussfolgerung, nicht länger dem Dogma eines Jahrhundert alten Katechismus zu folgen, der sich in einigen wichtigen Lehren, der Lehre des Neuen Testament widerspricht. Daraufhin trafen sich in der Türkei einige mutige Männer in Form von Hauskreisen, um nach Gottes Willen in der Bibel zu fragen. Diese Vision von einer Gemeinde, die sich ganz auf die Bibel stützt trugen diese Männer, auf Grund von Christenverfolgung nach Deutschland, wo mit der Einsegnung von 6 Ältesten, im Jahr 1983, die erste Aramäisch Freie Christen Gemeinde (AFCG) in Deutschland gegründet wurde. Die Gemeinde wuchs seitdem beständig auf ca. 130 Gemeindemitglieder. Durch Gottes Gnade haben sich weitere Aramäische Freie Christen Gemeinden u. a. in Wiesbaden, Gütersloh, Bebra, Soltau, sowie in der Schweiz gegründet. Hinzu kommen unzählige Hauskreise deutschlandweit.

Wir, die AFCG Bietigheim zählt sich von der Form her, zu den Evangelikalen Gemeinden, die Weltweit die Zweitgrößte christliche Gruppierung darstellt. Man schätzt die Zahl der Evangelikalen weltweit auf 600 Mio. Mitglieder. Nur die katholische Kirche ist größer. Die orthodoxe Kirche ist mit 300 Mio. Mitglieder die drittgrößte Kirche.

Ursprung der Aramäer?

Die Aramäer (Eigenbezeichnung Suryoye) sind ein semitisches Volk, dessen Spur sich bis in die Zeit des Alten Orient zurückverfolgen lässt. Abraham, der Stammvater des Judentums war ein Aramäer aus Ur in Chaldäa. In 5.Mose 26,5 lesen wir wie die Juden diese Wahrheit in ihrem Hebopfer Gebet bestätigen: „mein Vater war ein umherirrender Aramäer“. Immer wieder tauchen die Aramäer im Alten Testament auf. Vorwiegend in den Büchern Samuel, Könige und Chroniken. Sie waren ein Nomadenvolk, die Handel im ganzen Orient betrieben, was dazu führte dass Aramäisch in der Zeit Jesus zur Handelssprache wurde. Jesus selber sprach aramäisch, was sich aus vielen bekannten  Aussprachen Jesus bestätigen lässt. Z.B. „Elí, Elí, lemá sabachtháni“  Mein Gott Mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Die nächste besondere Station der Aramäer lässt sich in der Apostelgeschichte finden, wo sich die erste Gemeinde auf damals noch Syrischen Boden befindet, nämlich die Gemeinde in Antiochien. Über sie sagt das Neue Testament, dass dort die Menschen zum ersten Mal „Christen“ genannt wurden. Sie war jedoch eine multikulturelle Gemeinde und bestand teilweise aus Aramäer.

Abgar VIII. der Große (177–212 n. Chr.) war ein Jugendfreund Bardaisans (ebenfalls Aramäer), der den König wahrscheinlich für das Christentum gewann. Abgar VIII. wäre damit der erste christliche König der Weltgeschichte.

Ephräm der Syrer (aramäisch: ܡܪܝ ܐܦܪܝܡ ܣܘܪܝܝܐ Mor Aphrêm Sûryoyo) war und ist der bekannteste aramäsiche Kirchenvater  (um 306 n. Chr. in Nusaybin; † 9. Juni 373 in Edessa, heute Şanlıurfa). Er bekehrte sich und ließ sich erst mit 18 Jahren taufen. Zu der Zeit war die Kindertaufe noch nicht im Dogma der katholischen und orthodoxen Kirche.

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